aktuelle Ausstellung | current exhibition


Mittwoch, 19. August 2020

Spontaneous Paradise

 
Galerie Inga Kondeyne
21.8.-26.9.2020
 
SOFT OPENING: Freitag, 21. August 2020, 18-21 Uhr

Die wundersamen Din A 4 - Zeichnungen von Astrid Köppe wirken wie Seiten aus Expeditionstagebüchern, aufgeblättert, auseinandergenommen und bald auf den Wänden der Galerie im Spiel des Zueinanders verteilt. Und sie sind, wie wir wissen, der Phantasie der Künstlerin entsprungen. Natürlich gewachsene Formen, bis auf Ursprünge reduziert, besetzt sie rhythmisch neu mit eng und weitgesetzten Strichen, mit großen und kleinen Punkten, die leicht fließend oder kräftig gewählt sind. Mit der Klaviatur des Zeichnens - zusammen mit markanten, meist kräftigen Farbsetzungen -  bringt sie überraschende neue Existenzen hervor, eine folgt der anderen; über die Jahre hinweg endlos in ihren einzelnen Erscheinungen auf den besagten Blättern. Man wird zum Beobachter einer künstlerischen Amöbenwelt von schier unerschöpflicher Gestaltwerdung, deren irritierendes, teils bizarres Anderssein zugleich oft genug mit einem Augenzwinkern unterlegt scheint und so zu einer Entdeckungsreise eigener Art einlädt.

Die einzelnen Zeichnungen der Ausstellung können Sie auch unter  

Galerie Inga Kondeyne - Raum für Zeichnung
Carmerstraße 10 (am Savignyplatz)
10623 Berlin
mobil +49 176 50257727
Büro +49 30 6156634
Di-Fr 13-18 Uhr
Sa 12-17 Uhr



Freitag, 3. Juli 2020

Summer Time




Cutouts von Gabriele Basch und Zeichnungen von Jens Hanke und Astrid Köppe

04. bis 29. Juli 2020

Samstag, den 4. Juli 2020 von 12-20 Uhr geöffnet.

Galerie Carolyn Heinz
Galeriehaus Hamburg
Klosterwall 13
20095 Hamburg

https://carolynheinz.de/exhibition/summer-time/

Öffnungszeiten während der Ausstellung:
Dienstag bis Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Samstag von 12.00 bis 16.00 Uhr
Abendöffnung Donnerstags bis 20 Uhr
u. n.V.



Montag, 22. Juni 2020

Online-Präsentation

anstelle der für April 2020 geplanten Ausstellung bei Galerie Inga Kondeyne:


https://ausstellung-kondeyne.astridkoeppe.de/


Die Ausstellung wird nun im August 2020 stattfinden:

Spontaneous Paradise

Eröffnung am Freitag, dem 21. August 2020.

Mehr Informationen in Kürze.


http://www.galeriekondeyne.de/

Galerie Inga Kondeyne
Carmerstr. 10
10623 Berlin

Spektrale

Spektrale 9 – Ausstellung und Kunstpreis des Landkreises Dahme-Spreewald
kuratiert von Herbert Schirmer


17. Mai – 17. September 2020



http://www.spektrale-dahme-spreewald.de/ausstellende-kuenstler/

Montag, 9. Dezember 2019

L'ARTISTE ET LES COMMISSAIRES - LAGE EGAL

























You are cordially invited to the opening of the last exhibition for the year — and the first show for 2020, with a special concept as somewhat of a retrospective of 2019, related to our temporary (!) location. It’s started here last February and for two months, it will be one year!

L’ARTISTE ET LES COMMISSAIRES
All artists who have exhibited throughout 2019 at LAGE EGAL become co-curators, each one inviting a fellow artist to join the show.

 


Opening Thursday, 12.12 2019, 7 — 10pm
13.12 2019 — 1.2 2020, Thu — Fri, 3 — 6pm
Sat, 12 — 3pm and by appointment

LAGE EGAL [GW34/35]
Greifswalder Str 35 10405 Berlin
M4 Hufelandstr

www.lage-egal.net
off-space@lage-egal.net
Instagram: @lage__egal

Curated by Pierre Granoux
#notsoawhitecube*

Kindly supported by ARTBUTLER,
Exhibitionary, ARTLAND, Le Flâneur


Anke Völk — Frank Maier
Sibylle Jazra — Christopher Sage
Nina E. Schönefeld — Charlie Stein
Sinta Werner — Markus Wüste
Ursula Döbereiner — Thomas Rehnert
Astrid Köppe — Jens Hanke
Anneke Eussen — Veronica Brovall
Anja Schwörer — Meik Stamer
Clara Bahlsen — Dana Engfer
Marta Djourina — Gary Schlingheider
Birgit Hölmer — Maik Schierloh
Stella Geppert — Paul McDevitt
Heidi Sill — Michael Laurent
Lukas Glinkowski — Clarissa Onnertz
Pietro Sanguineti — Ulrike Buhl
Peter Freitag — Silvia Beck / Viola Kamp
Sir Güdel — Christelle Kahla
Klaus Killisch — Sabine Herrmann
Lukas Troberg — Nina Schuiki
Bretz/Holliger — Franziska Furter
Klaus Martin Treder — Jessica Buhlmann
Martin Pfahler — Astali / Peirce
Tom Früchtl — Simone Lanzenstiel
Ivan Liovik Ebel — Bianca Pedrina
Pierre-Etienne Morelle — Cécile Dupaquier
Bram Braam — Sandra Meisel
Gonzalo Reyes-Araos — Vanessa Enriquez
Paris Giachoustidis — Constantina Crickzoni
Ties Ten Bosch — Mara Diener
Stéphane Belzère-Kreienbühl — Eléonore de Montesquiou

Dienstag, 5. November 2019

Flüssiges Sehen

Wenn wir sehen, sehen wir subjektiv, das heißt, es ist unentkoppelbar von unseren anderen Sinnen, wir sehen selektiv, wir lassen Stimmungen und Erfahrungen entscheiden, was wir sehen, und wie wir das Gesehene wo in unsere Leben einordnen.
Ein Baum macht Geräusche, verbreitet Gerüche, man kann ihn fühlen, er kann fühlen und hat eine Geschichte, im Kontext andere Geschichten, er kann ein Brett werden, ein Vogel kann in ihm wohnen, Würmer können ihn auffressen, er kommuniziert mit anderen Bäumen, er verwandelt Licht in Zucker. Er verwandelt schlechte Luft in gute Luft. Es gibt also nicht ein Bild eines Baumes, ein Baum ist nicht neutral, er ist gütig, aber parteiisch, er interpretiert, weil wir ihn interpretieren. Und auch als Nest oder Brett oder Tisch ist er weiterhin und anders belebt, alles diffundiert in alles, in einem riesigen kosmologischen Kontext, in dem Blicke fließen wie Wellen, die niemals ankommen. Macht ein Baum ein Geräusch, wenn er umkippt, aber niemand zuhört?
Dagegen sind unsere Leben kaum wahrnehmbare Wimpernschläge einer winzigen Kieselalge, wenn sie Wimpern hätte.
Astrid Köppes Zeichnungen und Emaille-Arbeiten bewegen sich genau in diesem Transitraum, wie von einer Wimper ausgedacht und einer zweiten Wimper gemalt, was ist noch organisch, wo manifestiert sich die filigrane Behauptung zur nicht minder filigranen Wirklichkeit, Interpretationen bleiben flüssig wie unsere Blicke, die die Sicht auf die Dinge abwarten. Muss wahr werden, was wahr werden könnte, oder muss alles in durchaus sexy Ratlosigkeit erstarrt bleiben? Wann wird aus einer Idee ein Kuss, und also wahr? Eine Antwort auf eine Frage, die man entweder niemals gestellt hat, oder immer zu fragen vermieden hat, eine amorphe Frage, und den Kuss im Transitraum genießt man demnach umso mehr, trinkt ihn geradezu gierig wie ein Löschpapier.
Das Bild taucht auf, verschwindet, entscheidet sich zu bleiben, Form zu werden vielleicht, gekommen um zu bleiben, intensive Küsse, man stelle sich zwei küssende Kieselalgen vor, haben sie sich wirklich geküsst, auch wenn es niemand gesehen hat?
Vielleicht hat ein Baum zugesehen, und er rauscht, er weiß mehr als wir, und dieses Wissen, das ist die Kunst von Astrid Köppe. Und jetzt lächelt sie.

Tex Rubinowitz, Wien, Oktober 2019